Online Metzgerei mit Shopify: Metzgerei Rehle

Eine Metzgerei aus dem Allgäu bekommt einen neuen Onlineshop, und mit ihm den Abschied von einem Joomla-Shop, der seit Jahren nur noch verwaltet wurde: metzgerei-rehle.de, umgesetzt auf Shopify von der VIERPUNKT GmbH aus Legau. In dieser Shopvorstellung sehen wir uns an, welche Entscheidungen den Shop ausmachen, warum ein Lebensmittelhandwerk online eigene Regeln braucht und was ein Plattformwechsel mit der Sichtbarkeit bei Google macht.

Was ist metzgerei-rehle.de?

metzgerei-rehle.de ist der Onlineshop der Metzgerei Rehle, eines Fachgeschäfts am Marienplatz in Immenstadt im Allgäu. Der Betrieb stellt Fleisch- und Wurstwaren in eigener Produktion her, in Handarbeit statt auf automatisierten Linien, und bezieht seine Rohstoffe aus der Region. Dazu kommen Feinkost, eine Käsetheke und ein Mittagstisch an der heißen Theke.

Der Laden ist dabei nicht der kleinere Teil des Geschäfts, sondern der größere. Rehle beliefert außerdem Dorfläden, Alpen, Bäckereien und Hotels in der Umgebung. Ein Onlineshop, der nur den Versand abbildet, hätte am Betrieb vorbeigeplant. Genau das war die eigentliche Konzeptfrage.

Das Konzept: Theke, Versand und Mittagstisch

Der Shop bildet drei Wege zum Produkt ab, und keiner davon ist ein Anhängsel.

Der Versand ist der engste von allen, weil Lebensmittelrecht und Kühlkette ihn begrenzen. Verschickt werden ausschließlich Wurstwaren, innerhalb Deutschlands, in einer Landbox mit DHL. Rohes Fleisch bleibt im Laden, auch wenn es im Sortiment auftaucht. Der Versandpreis richtet sich nach dem Gewicht, die Verpackung ist eingerechnet. Das klingt nach einem Detail, ist aber eine echte Umstellung: Der alte Shop wies Versand und Verpackung getrennt aus, Shopifys Checkout kann das nicht. Statt die Zahlen zu verstecken, steht die Aufschlüsselung jetzt offen auf der Versandseite.

Die Theke bekommt im Shop denselben Rang. Abholung am Marienplatz ist kostenlos und innerhalb von 24 Stunden möglich, für alles andere gibt es ein Vorbestellformular. Produkte, die es nur im Laden gibt, sind entsprechend gekennzeichnet und führen nicht in den Warenkorb, sondern zu Telefonnummer und Öffnungszeiten. Für einen Betrieb mit Laufkundschaft ist das die ehrlichere Lösung als ein Artikel, der im Checkout scheitert.

Der Mittagstisch hat eine eigene Seite mit der Wochenkarte. Warme Gerichte gibt es von Montag bis Donnerstag, bestellt wird telefonisch oder per Mail bis acht Uhr morgens, mitgenommen in der Mehrwegschale oder in einer kompostierbaren Einwegschale. Dieser Bereich verkauft nichts über den Shop und ist trotzdem wichtig, weil er die Besucher bringt, die mittags nach etwas Warmem in Immenstadt suchen.

Dazu kommen Entscheidungen, die man erst auf den zweiten Blick sieht. Zutaten, Nährwerte und Allergene liegen als strukturierte Felder am Produkt, nicht als Fließtext in der Beschreibung. Die Karten laufen über OpenStreetMap mit Kartendaten aus dem Shop selbst, sodass beim Seitenaufruf kein Dritter kontaktiert wird. Und die Übermittlung der E-Mail-Adresse an DHL für die Paketankündigung passiert nur, wenn im Warenkorb ein Häkchen gesetzt wurde.

Der Umzug von Joomla: warum Weiterleitungen der wichtigste Teil waren

Ein Shop, der einen gewachsenen Vorgänger ablöst, erbt dessen Sichtbarkeit nur dann, wenn man sich darum kümmert. Die alte Joomla-Seite stand seit Jahren im Index, mit Produktseiten, Kategorien und Rechtstexten unter Adressen, die auf .html endeten.

Weil es keine Sitemap gab, wurde die alte Seite vollständig gecrawlt. Dabei kamen 239 brauchbare Adressen zusammen, aus denen 162 Weiterleitungen wurden. Produktseiten zeigen auf die neue Produktseite, Kategorien auf die passende Sammlung, Impressum und AGB auf die neuen Rechtstexte. Für Artikel, die der Shop nicht mehr führt, war die Entscheidung bewusst: lieber auf die thematisch passende Sammlung als auf eine Fehlerseite, aber eben nicht auf die Startseite, weil Google das als Soft-404 wertet. Die Demo-Inhalte, die bei jeder Joomla-Installation mitkommen, bekommen gar keine Weiterleitung. Ein sauberer 404 ist dort die richtige Antwort.

Der zweite Teil war die Domain. Sie lag beim Dienstleister der Vorgängerseite, die Postfächer laufen bei einem dritten Anbieter über Exchange. Nach dem Transfer wurde die alte DNS-Zone zuerst gesichert und eins zu eins nachgebaut, damit die Mail keine Minute ausfällt. Erst am Tag des Go-live wurden die beiden Einträge geändert, die auf den Shop zeigen. Alles, was mit Mail zu tun hat, blieb unberührt.

Für wen der Shop interessant ist

Für alle, die Wurstspezialitäten aus handwerklicher Herstellung suchen und sie sich nach Hause schicken lassen wollen, auch außerhalb des Allgäus. Für Menschen aus Immenstadt und Umgebung, die vorbestellen, abholen oder mittags etwas Warmes holen. Und für Gastronomie und Handel in der Region, die über die Belieferung einsteigen.

Für Betreiber kleiner Betriebe ist metzgerei-rehle.de vor allem ein Beispiel dafür, dass ein Shopify-Shop auch dann funktioniert, wenn der größere Teil des Geschäfts gar nicht online stattfindet. Der Shop muss den Laden dann abbilden, nicht ersetzen.

Fazit

metzgerei-rehle.de ist ein ruhiger, sauber gebauter Shopify-Shop, der Versand, Theke und Mittagstisch nebeneinander stellt, statt sich für eines zu entscheiden. Der eigentliche Aufwand steckte nicht im Shop, sondern im Umzug: 239 gecrawlte Adressen, 162 Weiterleitungen und eine DNS-Zone, die nachgebaut werden musste, damit die Mail eines fremden Anbieters nicht betroffen ist. Diese Arbeit sieht hinterher niemand, und genau das ist das Ziel.

Eine zweite Sicht auf das Projekt, mit Blick auf Umsetzung und Zahlen, gibt es bei hobytes.de. Mehr zu unseren E-Commerce-Leistungen auf vierpunkt-commerce.de.

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